Kinder in der Küche

Was lernten wir in der aktuellen Küchen Ausstellung im
Wiener Hofmobiliendepot?

Dass die Hofburg Küche zu Kaisers Zeiten viel luxuriöser ausgestattet war, als man vielleicht glauben möchte. http://www.kaiserkinder.at/hofburg.html

Dass der Kühlschrank optisch an einen massiven Tresor erinnert – gut, in gewisser Weise war er das auch…prall gefüllt mit kulinarischen Köstlichkeiten aus den Kronländern …. im übrigen wurde er mit Eis von oben befüllt, das entlang des massiven Stahlkastens zwischen Innen- und Aussenhülle zu Boden sank und so fast den ganzen Sommer lang die Lebensmittel kühlte.

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Noch einiges gab es für Mutter und Kind an Neuem: Dass Trennkost zu Kaisers Zeiten bekannt war, könnte man sagen. Zugegeben, was die Zubereitung der opulenten Hofmahlzeiten anlangt, nicht die Speisenfolge auf den Tellern. Es standen Kaisers Köchen nämlich großzügige, separate Räume für Fleisch-, Fisch- oder die berühmte Mehlspeis-Küche zur Verfügung. Feine Sache, solch´ein Küchenparadies …

Da sah es hundert Jahre früher ganz anders aus: Verrauchte, verruste, stickige Rauchkuchln mit offenen Feuerstellen prägten das karge Zuhause derer, die ein Dach über dem Kopf hatten. Immerhin.

Weitaus interessanter für die kleinen Ausstellungsgäste waren die liebevoll und detailgenau gestalteten Puppen/Deko/Spiel-Küchen aus den großbürgerlichen Häusern des 18. und 19. Jahrhunderts. Als gutes Zeitdokument dienten die fast maßstabsgetreu nachgebauten Küchen mit ihren winzigen Küchenutensilien: aus Holz geschnitzt und aus Papier bzw. Karton geformte Kleinkunstwerke. Kinderaugen blitzten auf und wurden doch enttäuscht, denn die Glasvitrinen schützten vor Berührungen und der eilige Sager „Bitte nicht berühren!“ folgte auf dem Fuß.

Sei´s drum. Solange die Hochglanz-Küche zuhause mit all ihrem technischen und dekorativen Schnick-Schnack regelmässig von mini-me für Sauereien – pardon Puppen-Speisen benutzt werden darf, ist alles im Lot. Ausserdem wurde langsam Ungeduld spürbar, denn zu Beginn der Führung wurde eine Pralinen-Produktion mit Verzehr angekündigt.

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Also, auf in die „richtige“ Abteilung! Die Schoko-Sause war ein voller Erfolg. Mutter lernte: Schürze wäre ganz praktisch beim nächsten Mal. Museum lernte: Um die Pralinen auch trocken heimzubringen, Produktion bei der nächsten Führung vorverlegen und Verkostung und Einpacken in die hübschen Cellophansäckchen nach dem Rundgang erledigen. So freuen sich alle und die Schoko bleibt wo sie am besten aufgehoben ist: In den Mündern ..

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Ja und noch was ist klar:

Alsbald nächsten Kinder-Koch-Workshop in unserer Flotten-Lotte in Baden buchen!

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