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Es wird viel zu wenig gelobt.

Es wird viel zu wenig gelobt. Wozu auch, das Wetter ist schlecht, die Wirtschaft stolpert und wir shoppen aus Frust lieber online. Schade! Denn der liebe Fachhandel vor Ort ist Gold wert. Wenn er gut ist und uns Kunden so betreut, dass wir mit einem zufriedenen Grinsen rausgehen. Natürlich mit voller Einkaufstasche oder wie in meinem Fall: Scharfäugig und klarsichtig, mit neuen (psst – das Alter klopft an: den ersten bifokalen) Kontaktlinsen.

neugierig geworden?

neugierig geworden?

Nicht ohne vorher optimal getestet, professionell betreut und zuvorkommend behandelt worden zu sein; nicht einmal, sondern über Wochen hinweg von Probelinse zu Probelinse, bis die wunderbare Schweizer Präzisionsoptik sprichwörtlich „angegossen“ am Auge sitzt.

Linsenträger wissen, scharfes Auge kostet Geld . Ich erwerbe sie seit gut 20 Jahren bei 2-3 Fachhändlern meines mal größeren, mal schwindenden Vertrauens in Wien. Wie angenehm es sein kann, einen „Sehbehelf“ zu erwerben, weiß ich erst, seitdem ich bei meinem neuen Lieblingsoptiker Grünwald am Josefsplatz Kundin bin: Freundliche und kompetente Mitarbeiterinnen – darunter tolle Lehrlinge! – rascher Service, nervenstarker Chef und ein wunderbares Ambiente. Und wäre ich nicht konsequent auf Süß-Verzicht, hätte ich alle angebotenen duftenden Schokopralinen mit Goldstaub gegessen. Vielleicht komme ich schon nach Ostern wieder auf Kontrollbesuch ….

Kauft!im!Ort!

 

molto elegante

Sisi lebt

Prinzessin passt prächtig.

Kaiserkinder in der Hofburg

kultur können wir

kultur können wir

So auch in der Kinder-Führung durch das „Sisi“-Museum in Wien in der Karwoche … nur eines konnte die kurzweilige Tour durch die Hofburg trüben: Das Gedränge aufgrund großer Beliebtheit, unendlich langer Touristenströme mit vielen Ausbuchtungen (das kam von dicken Daunenjacken und Mäntel und Taschen und Kinderwägen, die jeder mit sich führen musste, weil es leider keine Museumsgarderobe gibt).

So kam es zu punktuellen Staus an Ein- und Ausgängen der Zimmer und mittleren Verständigungsschwierigkeiten durch den Lärmpegel.

Trotzdem – bei den Kindern hinterließ dies alles keinen schlechten Eindruck – außer vielleicht die etwas Oberlehrerinnen-hafte Diktion, der nicht von ihrem geheimen Skript abweichenden Leiterin der Sisi-Tour. Vielleicht sind aber Vor- und Volksschüler bereits an diesen herablassend dozierenden Tonfall gewöhnt und nur Muttern blickt überrascht?

Jedenfalls erfuhren wir – groß und klein, weit und nah angereist, manch´ Neues aus dem kaiserlichen Alltag. Wie z.b. dass Herr Kaiser seinen Besuch in Frau Kaisers Appartement ankündigen musste und sich umgehend nach „Besuch“ wieder ins karge Arbeits- bzw. Bettgemach empfahl.

Ja, das waren noch Zeiten.

Frau Kaiser – wir Österreicher nennen sie freundschaftlich Si(s)si – machte es sich in ihrer monatelangen Abstinenz vom Schloss Schönbrunn – wo doch die Gärten mit ihren Spazier-, Flanierwegen Abwechslung zum kühlen Schlossambiente boten – in der innerstädtischen Hofburg durchaus bequem:

Drei Öfen, ausgestattet mit überaus modernen  „Düsen“, die in der Wand installiert, vom Gang außerhalb der Zimmer beheizt wurden, bliesen warme Luft direkt auf das kaiserliche Kuschelbett. Nur zur Verdeutlichung: So erziehlte sie luxuriöse 15 bis 17 Grad !

Die Leidenschaft für Turnen der kaiserlichen Vorturnerin zeigten die gut erhaltenen Ringe und Sprossenwand im chicen Boudoir.

Für die kleinen Sisi-BewunderInnen ging es nach der Führung ans Ausprobieren prächtiger Gewänder. Kleine Mädchen wurden zu Hofdamen und Buben zu stolzen Soldaten und Kurieren. Gepimpt mit passenden Accessoires ging es zum pompösen Festmahl. Zugegeben, hier galt Berühren verboten, doch Staunen ob der aufgetischten Köstlichkeiten ging allemal (sofern Mutter nicht die Schleppe der kleinen Sisi los ließ und lautstark zeternd gerügt wurde).

Was erfuhren Klein-Sisi und Franzl an der Tafel? Dass schon damals oft die Dekoration prächtiger als der Inhalt war: Die reichlich aufgetischten Pralinen dienten ausschließlich als „Amuse l´oeil“ und nicht als Gaumenfreude oder gar um den ersten Hunger zu stillen.

Da erging es mini-me im Anschluss an die Kultur-Tour schon besser: Bei Kakao und Kuchen im kuschligen Katzen Café (ja! das gibt es wirklich in Wien, aber dazu ein andermal mehr) in in der idyllischen Blumenstockgasse … fürwahr ein köstlicher Abschluss.